Flechtstühle für Spitze

SCF hat im August 2015 etwa hundert Flechtstühle für Spitze von Dentelles Dessalces erworben, einer Firma aus der Region Puy en Velay, Haute Loire.

Handgearbeitete Spitze

Erstmalig wurde die Spitze in Handarbeit während der Zeit vom 15. bis zum 18. Jahrhundert erstellt, als die Spitze aus Le Puy ihre Blütezeit erlebte. Somit wurde Le Puy zur Hochburg für die Herstellung von Spitze. Ludwig XIII reglementierte die Verwendung von Spitze während seiner Herrschaft. Der Erfolg der Spitze wird nach der Industrieausstellung von Paris 1802 fortgesetzt. 120 000 Klöpplerinnen sind in der Region Haute-Loire am Werk. Die Bezeichnung „Le Puy Spitze“ stammt aus dem Jahr 1932 (und wird nur für handgefertigte Spitze verwendet).

Mechanisch gefertigte Spitze

M. Leaver entwirft 1830 den ersten Klöppelstuhl für Spitze.
In der Region Haute-Loire erfindet Eugène Malhère den runden Spitzen-Klöppelstuhl, der mit einer Scheibe ausgerüstet ist (steht unter Denkmalschutz). Dieser Klöppelstuhl ist eine Ableitung des Flechtstuhls von Thomas Wadford, dem Erfinder des Flechtstuhls aus Holz.
Ab 1902 findet die Mechanisierung der Spitzenherstellung in der Region Haute-Loire statt. Die Flechtstühle stammen überwiegend aus der Region und aus Deutschland aber auch von lokalen Herstellern.

M. Dessalces Senior entwickelt 1953 eine Zulieferaktivität für Kommissionshändler und beginnt in den 60er-Jahren mit dem Verkauf, bevor er in den Siebzigern Heimtextilien anbietet.

Auch heute noch sind die Haute-Loire und Nord Pas de Calais wichtige Regionen der Spitzenherstellung.

Produkte und Kunden

Dicht gemusterte Spitze reicht je nach Garndicke von 8 mm – 120 mm Breite. Sie wird für Konfektionsfertigung, zur Herstellung von Heimtextilien und zur Dekoration verwendet.
Es gibt auch weitere Verwendungszwecke, z.B. Lockenwickler, Beutel für Lavendel oder Salz, offene Sandalen oder Spielwaren. …